From "The Pretiosissimum Donum Dei", '"the most precious gift of God"

 

The first is black, the second white, and the third red, there be many other colours, but they be not to be cared for, for they vanish away oftentimes before the whiteness.

 

Convert the natures of the Elements and thou shalt find what thou seekest.

 

I am black of white, and red of white, and citrine of red, and certainly I am a true sayer and not liar.

 

Understand the gift of God, receive it and hide it from all unwise philosophers, for it is not hidden from the caverns of the metals, which stone is mineral, and animal, shining colours, or high hill, and an open sea.

 

O Blessed Nature and blessed is thine operation, for of imperfect thou makest perfect with true putrefaction, which is black and obscure.

 

Here is the water cleansed wholly from blackness and remaineth in the colour of milk, and many colours doth appear in the blackness. The dragon here eateth his own wings and showeth forth divers colours by many manner of ways and many times shall be moved from colour unto colour until such time it come unto whiteness.

 

Take black: blacker than black, for divers and many colours shall appear in it, and the virgins milk shall be made white, and our Son now revived shall be made an overcomer of the fire and excelling tinctures or colours, the cloud ascendeth from the Sea, and the rain upon the earth, for every heavy and dense or thick body falleth or slippeth to his centre.

 

Therefore when thou seest the whiteness appearing above in all parts be sure, that in that whiteness is there hidden redness. Therefore then you must draw out all the whiteness and decoct it until such time it be made red thoroughly.

 

 

Aus dem rechten Wege zu der hermetischen Kunst, nebst Anmerkungen über die Irrwege

von Anonymo.

(Frankfurt und Leipz. bey Joh. George Fleischer. 1773.)

 

Nun wisset, daß alle Animalia, Vegetabilia, Mineralia, Metalla, und alle Dinge, so in und auf als über der Erde wachsen, aus der Essenz der gröbern Elemente der Erde und des Wassers zusammen gesetzt, und in unzehlige Arten vertheilet sind; es haben aber diese Dinge alle ein bestimmtes Ziel, in der Grösse und Vermehrung in seiner Art. Die Animalien und Vegetabilien bestehen aus ungleichen Theilen, die Metalle aber aus gleichen Theilen, die durchaus eines Wesens sind. Pflanzen und Thiere haben ihren eigenen Saamen bey sich, die Metalle aber können nicht vermehret und verbessert werden, wo sie nicht in ihre erste spermatische Materie zurück gebracht werden, welches die Natur allein nicht thun kann, die Kunst muß ihr helfen, und wo sie, nämlich in der güldischen Art, aufgehöret, wieder anfangen, und das äussere mit dem innern verwechseln; denn der harte Leib würde ohne die Zurückbringung in seine erste Materie wenig nutzen, noch Verbesserung darreichen. Wir bringen aber der Natur keine fremden Dinge bey, und setzten sie, durch unsere äussere Kunstwirkung, in nöthige Bewegung; die Natur wirket innerlich selbst zur Vollkommenheit, nur muß die Kunst äusserlich grosse Hitze und die Erkaltung meiden.

 

Durch das Wasser wird unser Gold dünne flüßig, aus seiner körperlichen Substanz umgewandt, zum faulen bewegt, und geht durch alle Farben.

 

Der ganze Proceß ist solviren und coaguliren. Die solution geschieht an dem Leibe, die coagulation am Geiste, denn das flüchtige und fixe werden im Geiste vollkommen vermischet und mit einander vereiniget, wenn das Corpus ascendendo flüchtig, descendendo aber das flüchtige wieder fix gemacht, und verwandelt wird.

 

Wir nehmen den von der Natur bereits erschaffenen Saamen zum Werke, unsere erste Metall-Materie, welche eine fette zähe viscose mehr irrdisch- als wässerige Feuchtigkeit ist, ein der Auflösung bedürfender trockner Körper, darunter noch nicht die eigentliche prima proxima, sondern materia prima cruda vel remota zu verstehen ist, welche durch die Kunst und Natur-Wirkung, nachdem sie aufgelöset, das harte weich, von allen äussern Zufällen rein gemacht, erst prima et proxima materia metallorum heißt, durch welche allein, ohne Zuthuung einigen Dinges, der Stein verfertigt werden kann.

 

Merkt ferner, die beyden Naturen unsers Solis et Lunae können in ihrer Mutter unscheidlich vereinigt werden, wenn sie von den widrigen Theilen gänzlich gereiniget sind: denn beide, der Leib und Geist, sind mit zufälligen, die Vereinigung hindernden Unreinigkeiten befleckt; wenn nun beyde davon ganz entlediget, so ist ihre Vereinigung leicht, weil Körper und Geist gleiches Wesens sind; ihre gegierige Vereinigung ist alsdenn unscheidlich, und wird blos durch unsere naturgemäße wahre Solution zu Stande gebracht; unser Solvens und Solutum sind einerley Substanz, darum können sie mit einander aufgelöset und gründlich vereiniget werden.

 

Das Zusammengesetzte wird verbunden gezeitiget, zur vollkommenen Natur erhöhet, welche fermentirt.

 

Suchet demnach die natürlichen Anfänge der Dinge, bleibt mit denselben auf dem Wege der Natur, und laßt euch die vielen Namen der Materie des Steins, auch verschiedene von den Weisen angegebene Arbeiten, nicht irre machen: denn unser ganzes Geheimnis, bestehet in auflösen und wieder fest machen.

 

Die Thoren glauben, jede Erde und Wasser sey vor die unsern zu verstehen: o nein! Unsere Erde und Wasser sind in ihrem Wesen einander ganz gleich, nur von einander unterschieden, im Grunde aber einerley, wie ein Wasser mit dem andern Gleichheit hat, und sich vermischt, so kann auch unser Wasser und Erde vereiniget werden, daß sie nur ein Ding ausmachen: denn das grösste Geheimnis besteht hauptsächlich darin, daß wir eine Natur mit der andern zusammensetzen und unscheidlich vereiningen. Darum sagen auch die Weisen unterschieden, ihre Materie sey zusammengesetzt aus zweyen, dreyen, vieren, und sey auch nur ein einig Ding. Jeder hat recht.

 

Ich habe hin und wieder alles gesagt; es fehlt nichts, als daß ich die Dinge nicht mit ihren eigenen Namen genennet; doch dieses muß nicht seyn, weil es nicht rathsam ist, jedem, also auch denen Boshaften, Thoren und Ungläubigen Thür und Thor aufzuthun. Denen Kindern der Weisheit aber sage ich noch, gebt in der Weisen Schriften hauptsächlich Acht, wenn sie die Kunst unter Figuren, Rätseln und dergleichen vortragen: denn an denselben Orten reden sie am aller aufrichtigsten, wenn ihr nur fähig seyd, die Gründe davon zu erkennen

 

Machet das rothe weiß, und das weiße roth; das ist die ganze Kunst, der Anfang und das Ende.

 

 

L’eludication ou l'eclaircissement du testament de Raimond Lulle

par lui-meme

(Biblioteque des Philoshophes Alchimiques, Vol, IV, 1754)

 

CHAPITRE VI

De la Teinture et de la multiplication de notre Pierre.

 

Nous parlerons en dernier lieu de la teinture et de la multiplication, qui est la fin et l’accomplissement de tout le Magistère ; car nous avons montré en nos autres Livres plusieurs sortes et manières de la projection de notre teinture ; toutefois puisque notre teinture n’est pas différente de la multiplication, et que ni l’une ni l’autre d’icelles ne se peut faire sans l’autre, cependant il faut que notre Pierre soit auparavant teinte. O enfants de sagesse, repoussez les ténèbres et les obscurités de votre esprit, pour entendre le secret des secrets, qui est caché en nos Livres par une admirable industrie, lequel secret sort ici d’un abyme et apparaît au jour. Oyez et entendez, d’autant que notre multiplication n’est autre chose que la réitération du composé de notre Oeuvre primordiale composée ; car en la première réitération une partie de notre Pierre teint trois parties du corps imparfait, et en autant de parties il est multiplié et croît en quantité ; en la seconde réitération une partie en teint sept parties ; en la troisième une partie teint quinze ; en la quatrième réitération une partie en teint trente et une ; en la cinquième réitération une partie en teint soixante-trois ; en la sixième réitération une partie en teint cent vingt-sept, et toujours elle est multipliée et augmentée en autant de parties, en procédant ainsi jusqu’à l’infini.

 

Voilà, ô enfants de doctrine, comme nos Ecrits qui avoient été cachés jusqu’à présent sous des paraboles, sont découverts ; et nous les éclaircissons contre le précepte des Philosophes ; mais nous voulons bien nous excuser de leurs réprimandes et de leurs reproches, de peur que nous ne tombions par la permission divine dans leur exécration et leur malédiction ; cependant nous mettons pour cela les paroles de ce petit Traité en la garde de Dieu Tout-puissant, lui qui donne toute science, et tout don parfait à qui il veut, et l’ôte à qui il lui plaît, afin qu’elles soient remises en la puissance de sa divinité ; et aussi, afin qu’il ne permette pas qu’elles soient trouvées des impies et des méchants.

 

O enfants de doctrine, rendez maintenant grâce à Dieu, de ce que par sa divine illustration, il ouvre et ferme l’entendement humain ; et que le saint Nom de Dieu soit béni en tous les siècles des siècles.